Angesichts des steigenden Bedarfs an EV-Batterien würde man erwarten, dass der Übergang vom Labor zum Pilotprojekt und weiter zu Giga-Fabriken Herausforderung genug ist. Doch der Trend zur Nachhaltigkeit stellt noch höhere Anforderungen an diesen Übergang, vor allem, seit die europäischen Regierungen und Konsumenten grüne Batterien fordern. Wo anfangs noch die Regierungen Grenzen setzten, sieht man jetzt, dass Verbrauchergruppen und Fahrzeug-Erstausstatter die Latte höher legen und sauberere Batterien fordern, als von den Regierungen in den Nachhaltigkeitszielen für 2025 und darüber hinaus definiert.

Was die nachhaltige Herstellung letztendlich bedeuten wird, lässt sich noch nicht genau sagen. Klar ist aber, dass die öffentliche Diskussion über verantwortungsbewusstes Unternehmertum immer noch anhält und sich Unternehmen nach wie vor mit der Umsetzung der neuen Erkenntnisse schwertun. Während die EU von größeren (meist börsennotierten) Unternehmen verlangt, dass sie über ihre Anstrengungen in puncto Nachhaltigkeit Bericht erstatten, ist deutlich, dass die Bemühungen dieser und auch kleinerer Unternehmen weit hinterherhinken. Nichtsdestotrotz erzeugt die EU so Druck auf die gesamte Lieferkette. Vor allem die Herstellung neuer Batterien, die derzeit noch überwiegend in Asien stattfindet, muss neu und damit nachhaltig gestaltet werden. Die EU sieht darin unverhohlen zudem einen Wettbewerbsvorteil und die Möglichkeit, ihre eigene Lieferkette zu organisieren, und droht sogar damit, das Schwert der Nachhaltigkeit zu ziehen, um schmutzige Batterien vom eigenen Markt fernzuhalten.

Diese Regulierungen und das steigende Verbraucherbewusstsein in Bezug auf sauberere Batterien stellen Hersteller von Maschinen für Batteriesortimente vor Herausforderungen. Natürlich werden diese Ziele in erster Linie durch die Gestaltung der Batterien bestimmt, das Rennen um preiswertere und sauberere Batterien erfordert jedoch sofortiges Handeln, um neue Arten von Produktionslinien für Batterien zu entwickeln. Das gilt zunächst für Europa, aber der Einfluss auf die Zulieferer in China, den USA und anderen Teilen der Welt ist unvermeidlich. Sie müssen nachziehen, um mehr Marktanteile zu bekommen, und sie müssen das tun, bevor sich das Nachhaltigkeitsvirus in ihrem eigenen Hinterhof ausbreitet. Und wir sehen, dass die chinesische Regierung schnell mitzieht.

Die wirtschaftlichen Aspekte, die ihre Ursache in der fehlenden Verfügbarkeit von adäquaten Rohstoffen in Europa haben, rücken diese Tatsachen noch stärker in den Vordergrund. Die Abhängigkeit Europas von anderen ist zu groß und wird Veränderungen der (politischen) Verhältnisse nicht standhalten können. Man muss daher innerhalb des Recyclingprozesses und des eigentlichen Herstellungsprozesses von Batterien einen Prozess entwickeln, bei dem das Recycling dieser Materialien wirtschaftlich ist. Oder anders gesagt: Die Batterien müssen recycelt werden können. Dieser Kreislaufgedanke ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung von Batteriezellen oder Packs und der Produktion von Anlagen.