Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) ist eine der Größen, die nach der Installation und Inbetriebnahme von Produktionslinien monitort werden müssen. In Zukunft wird die Überwachung der Leistung von flexiblen EV-Batterieproduktionslinien immer wichtiger werden, da das Durchlaufen der Lernkurve in einem hohen Tempo erfolgen muss. Weil die Notwendigkeit, flexibel zu agieren, jenseits der Massenproduktion hier sogar noch größer sein wird als bei anderen industriell gefertigten Produkten, ist die Wahrscheinlichkeit einer sehr kurzen wirtschaftlichen Lebensdauer der Produktionslinien relativ hoch. So entsteht zunehmend Druck in Bezug auf die Installation, die Inbetriebnahme und den Start der Produktion, da diese Faktoren die wirtschaftliche Rechtfertigung von Investitionen stärker beeinflussen.

Die Überwachung zukünftiger Produktionslinien für EV-Batterien beginnt daher schon in der Simulations- und Emulationsphase, also dann, wenn sich die Anlagen noch im Entwurfsbüro des Geräteherstellers befinden.

Das erfordert ein dynamisches Vorgehen der Hersteller bei der Projektabwicklung während des Baus von Produktionsanlagen für Batteriesortimente. Rückmeldungen aus virtuellen Produktionsumgebungen, die in Zusammenarbeit von Gerätezulieferern und deren Kunden erstellt worden sind, führen sofort zu Änderungswünschen, die in der virtuellen Welt in die Entwürfe und die nächsten Produktausführungen einfließen müssen.

Nach der Lieferung der Maschine, die in kürzester Zeit auf hohem OEE-Niveau hochgefahren wird, bleibt die Einbindung der Lieferanten groß. Die kontinuierliche Analyse und Evaluation von Daten macht neue Wege der Interaktion zwischen dem Produktionsbetrieb für Batterien und den Fachleuten des Maschinenherstellers nötig. Voraussichtlich wird man über Themen wie die präventive Wartung diskutieren, aber auch die neuesten Informationen zur Entwicklung von Batterien und zum Design der Produktionsanlage austauschen. Das Batteriesortiment wird im Vergleich zu den ursprünglich festgelegten höhere Anforderungen an Kapazität, Flexibilität und andere damit zusammenhängende Aspekte der Performance erfüllen müssen, und man wird bestimmen, welche Änderungen an der aktuellen Produktionslinie vorzunehmen sind. Natürlich erst, nachdem die Änderungen am digitalen Zwilling der realen Produktionslinie umgesetzt worden sind und die Erhöhung der Performance verifiziert sowie die Lernkurve für die Änderung auf ein Minimum begrenzt wurde.