Mit dem Übergang vom Pilotprojekt zur Giga-Produktion ändern Anbieter von Maschinenausrüstungen ihre Steuerungskonzepte gravierend. Diese neuen Giga-Fabriken müssen effizient, vernetzt, intelligent, wendig und schnell sein. Die Ausrüstungszulieferer für diese Unternehmen müssen das alles und noch viel mehr beim Entwurf ihrer Maschinen für die Elektrodenherstellung bis hin zur Formierung, zum Aging und des Testensberücksichtigen.


Welche Rolle spielt IO-Link auf dem Weg zu Industrie 4.0 und intelligenter Batterieherstellung?

IO-Link ist eine wichtige treibende Kraft für Industrie 4.0 und smarte Batterieherstellung. Die Beweggründe für eine flexible Herstellung, eine effiziente Produktion und Sichtbarkeit erfordern mehr Diagnosemöglichkeiten und Daten für Analysen und Überwachung von uns. Eine flexible Herstellung in Losgröße 1 erfordert Sensoren und Feldgeräte, die ansich schnell ändernde Anforderungen anpassbar sind. Mit der Parametrisierungsfunktion von IO-Link-Slave-Geräten können wir jetzt bei Bedarf neue Produktionsparameter an den Sensor senden, und falls erforderlich,Stück für Stück. So kann man zum Beispiel die Einstellung von Farbsensoren von Rot zu Grün zu Orange zu Grau und bei Bedarf wieder zu Rot ändern, was eine wesentlich flexiblere Produktion ermöglicht. Bei einer effizienten Produktion liefern IO-Link-Slaves detaillierte Informationen in Bezug auf Diagnose und Zustandsüberwachung und ermöglichen so eine Trendaufzeichnung von Daten und die Vorhersage von Ausfallmodi. Somit sind die meisten Ausfallzeiten vermeidbar, weil wir kontrolliert und geplant auf die Vorhersagedaten reagieren können. Die Aufzeichnung von Informationen, wie beispielsweise die Leistung eines Netzteils, kann uns neue Einsichten in Veränderungen bei Maschinen im Laufe der Zeit oder Aufschluss über die Ursache von Fehlern liefern. Meldete beispielsweise ein Netzteil vor drei Wochen eine Leistungsänderung von zwei Ampere, können wir jetzt die Frage stellen: „Was war die Ursache für die Änderung an unserem Gerät vor drei Wochen?“ Dank dieser Erkenntnisse kann das Management bessere Entscheidungen über den Zustand der Geräte und die Produktionsanforderungentreffen.

 

 

Hat sich IO-Link in der Batterieproduktion schon wirklich durchgesetzt?

Große Automatisierungsanbieter wie Balluff und mehr als 100 andere Unternehmen machen sich für IO-Link stark, fördern und, was noch wichtiger ist, erstellen eine installierte Basis von funktionalen IO-Link-Anwendungen, und zwar vom Mischen bis hin zur Endbearbeitung. Wir haben in fast allen BatteriefabrikenAnlagen gesehen, die auf erfahrene Ausrüstungszulieferer zurückzuführen sind, die alle technischen und kommerziellen Vorteile in ihre Maschinen integriert haben.

 

Welche neuen Trends gibt es in der IO-Link-Technologie?

Einer der wichtigsten Trends bei der IO-Link-Technologie ist die Reduzierung von analogen Signalen an der Maschine. Bei analogen Signalen treten oftmals Fehler auf, die eine angemessene Nutzung von Sensorenzunichtemachen können: Stromrauschen in der Leitung, mangelhaftes Erdungskonzept, eine stärkere Verkabelung, teure analoge Eingabekarten und zusätzliche Integrationsmaßnahmen. Zudem verursachen analoge Signale sehr viel zusätzliche Rechenarbeit, die weder gewünscht noch gebraucht wird, beispielsweise: Ein Sensor zur linearen Positionsmessung ist 205 mm lang und hat einen 4-20-mA-Ausgang, der mit einer 16-Bit-Eingabekarte verbunden ist. Wie viele Bits gibt es pro Millimeter? Ein Steuerungstechniker muss dann jede Menge Kopfarbeit leisten, um das Ganze in seine Maschine zu integrieren. Mit IO-Link und einem standardisierten Sensorkabel kann man in der Regel die Verkabelungs- und Erdungsprobleme vermeiden, und da IO-Link-Sensoren ihre Messwerte in den technischen Einheiten des Geräts melden, fällt auch das lästige Kopfzerbrechen weg.

 

Eine kurze Zusammenfassung der Vorteile für die Batterieherstellung:

  • MODULARITÄT UND SKALIERBARKEIT VON MASCHINEN
  • STANDARDISIERTE UND REDUZIERTE VERKABELUNG
  • ERHÖHTE DATENVERFÜGBARKEIT
  • FERNKONFIGURATION UND -ÜBERWACHUNG
  • PROBLEMLOSER GERÄTEAUSTAUSCH
  • ERWEITERTE DIAGNOSTIK
  • SENKUNG DER INVESTITIONSAUSGABEN
  • NIEDRIGERE BETRIEBSKOSTEN
  • IoT-EINSATZFÄHIGKEIT
  • MODULARITÄT UND SKALIERBARKEIT VON MASCHINEN

IO-Link im Smart-Factory-Kontext– YouTube