Die Big-Data-Technologie wird auf jeden Fall in naher Zukunft die Entwicklung neuer Batterien und die Batterieherstellung beeinflussen. Daten zur Leistung von Batterie-Packs und auch Einzel-Zellen müssen schnellstmöglich zur Verfügung stehen, damit im Reparaturvorgang Fehler gefunden werden können. Aufgrund der zunehmenden Diversität der Batterietypen ist das Feedback zur Leistung auch wichtig, um das Design zukünftig zu verbessern. Daher wird man immer mehr Daten über die Bedienung während der Fahrt und die daraus resultierende Batterieleistung erheben und zur allgemeinen Verbesserung an die Analyse- und Entscheidungszentren schicken.

Ein Teil dieses Analysebedarfs schlägt sich im Sammeln von Informationen über die Produktionsbedingungen während der Batterieherstellung nieder. Zusätzlich zu den Daten über Fahrbedingungen beeinflussen auch diese Informationen die Lifetime-Performance von Batterien. Beide Arten von Daten werden als Input für Entscheidungsfindungsmodelle zusammengeführt, um neue Faktoren zur Verbesserung der Qualität von Zellen und Packs zu finden. Durch Feedbackschleifen zu gerade hergestellten Batterien, aber auch zu Batterien, die bereits genutzt werden, werden sofort Anpassungen der Produktionseinstellungen erforderlich werden, mit dem Ziel, die Qualität an Ort und Stelle zu erhöhen. Unter diesen Umständen werden die gestern produzierten Batterien die Verbesserung der Qualität von heute produzierten unterstützen: Die morgens hergestellten sorgen für die Verbesserung der Qualität der nachmittags produzierten.

Um all dies zu ermöglichen, müssen die direkt mit den Geräten verbundenen Kontroll- und Informationssysteme in der Lage sein, Informationen mit den Batteriekontrollsystemen auszutauschen. Das ist sowohl für die Automotive-Branche als auch für die Erstausrüster eine ziemlich neue Herausforderung. Der Wettbewerbsvorteil liegt jedoch in der Fähigkeit, zuverlässige Echtzeitverbindungen herzustellen. In Bezug auf das Batteriedesign, die eingesetzten Produktionstechnologien, die Formen der Anwendung in Zellen und Packs und die spezifischen auf der Nutzung basierenden Anforderungen gibt es endlos viele Variablen. Das wird wahrscheinlich eine Anpassung der Batterien zur Folge haben, die ihrerseits äußerst flexible Herstellungssysteme erfordert.